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Die Dienerin des Echnaton

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Roman

 
1. Vorwort
2. Die Sklavenjäger
3. Mit unbekanntem Ziel
4. Theben
5. Die Auktion
6. Der Pharao
7. Im Palast
8. Die Königin
9. Der Umbruch
10. Die Lauscherin
11. Der Umzug des Hofes
12. Die Stadt des Horizonts
13. Der unfreiwillige Stadtführer
14. Die Krankheit der Götter und Ne..
15. Die Verschwörer
16. Der neue Glaube und ein großes..
17. Der Kuss
18. Die kämpferische Teje
19. Intrige gegen Nofretete
20. Die Spionin
21. Die Trennung
22. Tempel
23. Der Mord und die Gefangennahme
24. Der Retter in der Not
25. Die Heimkehr
26. Der Angriff
27. Das Ende einer Äera
28. Die Entführung
29. Unerwartete Hilfe
30. In der Wüste
31. Verzweifelte Suche
32. Nefer in Angst
33. Beinahe gerettet
34. Auf der Flucht
35. Entkommen
36. Ein makabres Versteck
37. Der Hartnäckige gewinnt
38. Beinahe verloren
39. Abschied
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... nachts, wenn das Schiff aus Vorsicht vor Untiefen oder Felsen pausieren mußte, in der Mitte des Flusses ankern, damit vom Ufer aus kein Angriff erfolgen konnte. So vergingen die ersten zwei Tage der Reise ohne besondere Vorkommnisse. Am dritten Tag jedoch erkrankte einer der Soldaten am Fieber und da sie sich ganz in der Nähe des Ortes Siut befanden, legten sie abends an einem kleinen Steg am Ufer an. Aus Angst vor Ansteckung ließen sie den Soldat in der Obhut des Dorfarztes zurück, welcher über das Goldstück, welches er als Entlohnung erhielt, nicht unglücklich war. Nefer hatte sich angeboten, bei der Pflege zu helfen, aber Huya hatte es ihr verboten: „Du wirst für eine andere Mission gebraucht, hast du das vergessen?“ Verlegen hatte sie den Blick gesenkt. Huya ließ sicherstellen, daß eine Feluke bereitstand um den Mann weiterzubefördern, sobald er wieder auf den Beinen war. Als er mit den Soldaten, die ihn begleitet hatten, zum Schiff zurückkehrte war es bereits so dunkel, daß ein Ablegen gefährlich geworden wäre. Es blieb ihnen also nichts anderes übrig, als über Nacht am Steg vor Anker zu bleiben. Nefer schlief unter einem gespannten Segeltuch, aber der Schlaf brachte ihr keine Entspannung. Sie wälzte sich von einer Seite auf die andere und erwachte immer wieder mit einem unguten Gefühl. Sie beruhigte sich erst wieder, wenn sie Huyas sehnige Gestalt, sein Profil mit der gebogenen Adlernase dem Ufer zugewandt, als Wache am Bug des Schiffes sitzen sah.


Der Angriff

Als sie wieder erwachte, verblaßte das Licht Chons bereits um bald dem Morgen Platz zu machen. Nefer warf einen obligatorischen Blick zum Bug des Schiffes und setzte sich sofort ruckartig auf. Huya war verschwunden, doch noch ehe Nefer eine Warnung rufen konnte, brach schon die Hölle über sie herein. Schwarze Gestalten, vom Mondlicht nur kurz aus der Dunkelheit gerissen, stürmten unter lautem Geschrei über das Deck der Barke. Sie schwangen Messer und Speere. Doch Haremhabs Medjay waren eine Elitetruppe und von einem Moment auf den anderen hellwach. Es entbrannte ein wütender Kampf auf Leben und Tod. Eine der Gestalten rannte auf Nefer zu. Sie wich bis an die Bordwand zurück und starrte stumm auf den Mann. Über den Horizont krochen bereits die ersten schwachen Strahlen Atons und Nefer konnte in der roten Morgendämmerung erkennen, daß es sich  ...

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©Elena Merz
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