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Die Dienerin des Echnaton

Roman

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Vorwort
Die Sklavenjäger
Mit unbekanntem Ziel
Theben
Die Auktion
Der Pharao
Im Palast
Die Königin
Der Umbruch
Die Lauscherin
Der Umzug des Hofes
Die Stadt des Horizonts
Der unfreiwillige Stadtf√ľhrer
Die Krankheit der Götter und Nefers Begegnung mit Antef
Die Verschwörer
Der neue Glaube und ein großes Fest
Der Kuss
Die kämpferische Teje
Intrige gegen Nofretete
Die Spionin
Die Trennung
Tempel
Der Mord und die Gefangennahme
Der Retter in der Not
Die Heimkehr
Der Angriff
Das Ende einer √Ąera
Die Entf√ľhrung
Unerwartete Hilfe
In der W√ľste
Verzweifelte Suche
Nefer in Angst
Beinahe gerettet
Auf der Flucht
Entkommen
Ein makabres Versteck
Der Hartnäckige gewinnt
Beinahe verloren
Abschied
... hell und die Haare immer noch von dunklem Rot. Die Nase war kurz, aber schmal und nicht breit, wie es der nubischen Rasse gern eigen war. Die Lippen waren voll, aber nicht aufgeworfen, was ebenfalls auf das Erbe ihres fremden Vaters hinwies. Ihre hohen Wangenknochen und das schmale Kinn gaben ihr etwas Unschuldiges. Selbst im Knien erkannte man, daß sie lange wohlgeformte Beine hatte und unter ihrem gefältelten Leinengewand deuteten sich schon deutlich die kleinen Brüste ab. Mit warmem Blick beobachtete die Königin das Mädchen. Sie hatte sie von Anfang an gern gehabt und hatte sie mit der jüngsten ihrer Töchter auf- und erziehen lassen. So war aus dem nubischen Wildfang eine kleine Dame der Gesellschaft geworden, deren etwas wildes Temperament nur noch selten mit ihr durchging. Mit großer Zuneigung wurde Nofretete ihre Fürsorge gedankt, aber mit fast hündischer Liebe hing ihr Schützling an ihrem Gemahl, dem sie schließlich ihr Leben zu verdanken hatte. Nefer legte die Laute beiseite und sah zu ihrer Königin auf. Wieder einmal mußte sie denken, daß sie ihren Namen zurecht trug: Nofretete – die Schöne ist gekommen. „Soll ich dir noch ein Lied spielen, meine Königin?“ Erwartungsvoll hing ihr Blick an dem schönen Antlitz, während sie eine Hand hob um ebenfalls zärtlich über das weiche Fell der kleinen Katze zu streicheln, die sich ihr inzwischen genähert hatte. Die Königin wollte eben antworten, als es in den Büschen raschelte und mit langen ungestümen Schritten Pharao herangestürmt kam. Es sah immer etwas ungelenk aus, wenn Amenophis so in Eile war, da er eine unfertig wirkende schlaksige Figur besaß. Die zierliche Katze suchte erschrocken das Weite, während sich Nofretete mit einem zärtlichen Lächeln erhob und ihrem, sich wie immer total unkonventionell aufführenden, Gemahl entgegenging. „Die Arbeiten gehen viel zu langsam voran!“ Sprach er ungehalten, während er seine Königin geistesabwesend auf die Nase küßte. Nofretete fuhr ihm sanft durch die wirren dunklen Locken und seine braunen Augen verloren ihren wütenden Glanz und sahen mit verliebtem Ausdruck auf sie herab. Die Vögel in den Dattelbäumen und Palmen, die ob des Pharaos wilden Auftritts erschrocken verstummt waren, begannen wieder zu zwitschern. Sie zog ihn zu der Teichmauer und sie ließen  ...
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(c) by www.ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 11. 02. 2010
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