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... ...? stieß er hervor. Mit diesen Worten wandte er sich ab und verließ fluchtartig den Raum.

Sam hörte die Eingangstür laut knallen. Sie sah Anita verständnislos an. Diese begann, das Geschirr zusammen zu räumen. Sam sprach sie vorsichtig an. ?Anita??
?Der kriegt sich schon wieder ein.? Anita trug das Geschirr zur Spüle und begann mit lautem Getöse, die Essenreste in den Müllschlucker zu schieben. ?Geh ein wenig spazieren Sam.?
Sam starrte auf Anitas abweisenden Rücken. Sie verließ das Haus und wandte sich nach rechts. Vielleicht würde ihr ein Spaziergang zum See ganz gut tun. Sam war froh, die feindliche Atmosphäre hinter sich zu lassen. Glücklich über ihre bitter erkaufte Freiheit in dieser wundervollen Umgebung, schritt sie kraftvoll aus.
Sicher nur eine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden. Kein Wunder, bei dem, was ihre heile Familienwelt zerstört hatte. Sam kannte sich mit Beziehungen und deren Krisen nicht besonders gut aus. Zum ersten Mal war sie froh, dass sie alleine war und auf niemanden Rücksicht nehmen musste.
Nach ca. 10 Minuten erreichte Sam das Seeufer. Sie zog die albernen Ballerinas aus, ließ sich auf einem sandigen Vorsprung nieder und hielt die nackten Füße in das kühle Wasser. Sie streckte ihr Gesicht den warmen Strahlen der Mittagssonne entgegen.
Wenn Miguel und Anita abreisten, um die Kinder zu holen, würde sie sich unauffällig aus dem Staub machen. Sie wollte die beiden nicht unnötig mit ihrer Anwesenheit belasten. Mit Sam vor Augen, würden sie die grausamen Erlebnisse ihrer Kinder nie vergessen können. Sie waren quitt. Sam hatte Miguels Bruder getötet und im Gegenzug hatten sie Sam zur Flucht verholfen. Ein sauberer Schnitt würde allen Beteiligten gut tun. Außerdem musste Sam sich um die Erfüllung ihres Schwures kümmern.

Sam blinzelte ärgerlich, als sie spürte, wie sich ein Schatten vor die Sonne schob. Eben waren doch gar keine Wolken am Himmel gewesen.
Miguel stand neben ihr und sah ernst auf sie herab.
?Tut mir leid, dass ich euren Streit miterlebt habe.? stotterte Sam verlegen.
Miguel seufzte und setzte sich neben Sam. ?So geht das schon seit acht Monaten.? Er verschränkte die Beine und ließ den Kopf hängen. ?Sie achtet peinlich darauf, dass die Kinder nicht mit mir alleine in einem Zimmer sind. Sie erfindet fadenscheinige Ausreden, damit ich die Kinder nicht zu Bett bringen kann.? Er seufzte. ?Sie denkt tatsächlich, ich könnte wie mein Bruder ...? stockend hielt  ...
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©Barbara Nachtweg
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