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Showtime

Roman

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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
... hielten sich in Grenzen und das silberne R√∂hrchen verschwand unentdeckt in der Hosentasche ihrer dunkelgrauen Anstaltskleidung. Nach vier Stunden Aufnahmepr√ľfung wurde sie in eine Einzelzelle gef√ľhrt. Als die T√ľr ins Schloss fiel und die W√§chter sich entfernten, genoss Sam ihre Einsamkeit. Mittlerweile war es 19:00 Uhr. Den angebotenen Gef√§ngnisfra√ü hatte sie zwischen zwei medizinischen Untersuchungen hinuntergew√ľrgt.

Sam setzte sich auf das rostige Feldbett. Niemand hatte ihr gesagt, wie lange sie hierbleiben musste. Sie schätzte, da es nie eine offizielle Gerichtsverhandlung gegeben hatte, dass Rodriguez von lebenslänglich ausging. Sam erinnerte sich an Anitas Worte, maximal 6 Monate, durchhalten.
Mit zittrigen Fingern angelte sie das silberne R√∂hrchen aus ihrer Hosentasche und verstaute es schnell in ihrem Kopfkissenbezug. Sie sah sich in ihrer Zelle um, hier w√ľrde sie also die n√§chsten Monate verbringen. Mit ausgestreckten Armen konnte sie fast die W√§nde rechts und links ber√ľhren. Neben dem rostigen Feldbett z√§hlten ein widerlich fleckiges WC, ein Waschbecken und dar√ľber eine Spiegelfolie - kein Glas - zur luxuri√∂sen Innenausstattung.
Man hatte ihr gesagt, dass sie vom heutigen Programm befreit sei. Sam verstaute die ihr zugestandenen Hygieneartikel auf der Ablage unter der spiegelnden Folie. Sie hatte einen Riss, der sich von der rechten, oberen Ecke quer √ľber die gesamte Fl√§che erstreckte. Die Folie schlug Wellen und Falten. Der Riss teilte ihr Gesicht in zwei schr√§ge H√§lften und sie dachte √§ngstlich an Lapuentes Worte.
Gott und Teufel. Wie auf ihrem Gesicht, nur dass beide H√§lften jetzt dem Direktor geh√∂rten. Sie st√ľtzte sich am Rande des Wachsbeckens ab und fing lautlos an zu weinen. Als ihre Tr√§nen endlich versiegten, sank Sam ersch√∂pft auf das Feldbett und schlief ein. Wieder tr√§umte sie von Jessica und Jo mit der Heckenschere.

Am n√§chsten Morgen wurde Sam durch die schrillen, kurzen T√∂ne einer lauten Sirene geweckt. Sie hatte erstaunlich gut geschlafen und Hoffnung, dass sie die kommenden Monate recht gut meistern w√ľrde. Immerhin hatte sie den ersten Tag ohne Vergewaltigung oder Pr√ľgel √ľberlebt. So konnte es weiter gehen.


Auch in Summersbys Keller ging es weiter. Sam trennte die letzten Fasern mit der Klinge durch, erhob sich langsam von ihrem Stuhl und streckte die steifen Glieder.
Bei dem Gedanken an ihre Hochstimmung am ersten Morgen ihres Gef√§ngnisaufenthaltes lachte Sam bitter auf.  ...
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(c) by www.ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 07. 09. 2007
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