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... verdutzt an. ?Jetzt, so ohne alles??.
?Mach schon Jessi, jetzt oder nie.?
Jessica legte den Kopf schief und sah sie an. ?Jetzt oder nie.? Mit diesen Worten schob sie ihre Hand in Samanthas' und sie liefen beide los. Dabei lachten die Mädchen wie irre und fühlten sich unheimlich frei und erwachsen. Doch die Freiheit hielt nicht lange an. Übervoll mit grenzenlosem Selbstbewusstsein, es dem schmierigen Koch richtig gezeigt zu haben, zog Sam los und zwang die unschuldig aussehende Jessica eine Flasche billigen Fusel zu klauen und sich an der Kasse zu einem Pärchen zu stellen, so dass es aussah, als gehörte sie dazu. Danach verzogen sich die beiden auf einen Spielplatz und schossen sich mit dem Fusel ab. Sie waren sich so erwachsen, so sicher und so wahnsinnig clever vorgekommen.

Ein Trugschluss, wie sich herausstellte. Sie wurden nach nicht mal zwei Wochen aufgegriffen und in ein Heim für schwer erziehbare Kinder gesteckt. Dort lernte Samantha, sich einer Heimhierarchie anzupassen und ihre äußerlichen Vorzüge vorteilhaft einzusetzen.
Der pädophil veranlagte Heimleiter brachte das zu Ende, was der Koch begonnen hatte und machte zwei Wochen nach Samanthas Ankunft eine Frau aus ihr. Sie war raffiniert genug, um seine Schwäche für sie zu ihrem Vorteil einzusetzen. Nach vier Jahren flohen die beiden Mädchen erneut und Samantha hielt die beiden recht gut über Wasser. Sie schliefen in verlassenen Häusern, stahlen Geld und wenn es ganz besonders knapp war, konnte Sam in einer dreckigen Bude namens ?Heaven? hinter Glas strippen. Wenn sie besonders schlimmen Hunger litten, trat Sam in der Live-Sex-Show auf und besorgte es sich vor den zahlenden Voyeuren selber.
Smitti, der Chef des Etablisments, verdiente so viel wie nie, wenn sie in den Glaskasten stieg. Sam war dankbar, dass der Kasten gut beleuchtet und die Zuschauer im Dunkeln saßen, so musste sie die sabbernden Hyänen wenigstens nicht ansehen.
Smitti war augenscheinlich fair und machte ihr nach mehreren Auftritten das Angebot, sie könne kommen - wobei er bei diesem Wortspiel in hohes Gekicher verfiel - wann immer sie wolle und er würde ihr pro Auftritt 50 Dollar geben. Smitti war es dann auch, der die Idee hatte, Sams Künste seinem Freund Jo in Mexiko anzubieten. Sam würde im Laden seines Freundes, dem ?Hot Chitas? auftreten. Er habe für sie eine Festanstellung mit 300 Dollar pro Woche ausgehandelt. Sam könne eine Gartenlaube im Hinterhof des Lokals beziehen. Smitti hatte ein durchaus  ...
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©Barbara Nachtweg
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