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... Gegend keine Seltenheit.
Sam rauchte genussvoll weiter. Der Mann auf dem Stuhl rührte sich nicht. Von ihrer Position aus war nicht zu erkennen, ob er noch atmete. Wenn sie sich die Menge Blut besah, glaubte sie auch nicht daran.
Sam sah zum Bett. Nur die nackten Fußsohlen von Jessicas Leichnam konnte sie sehen.
„Du hattest mehr verdient Kleine, das ging viel zu schnell. Ich schwöre dir hier und jetzt, dass solche Schweine zukünftig mehr leiden werden, dafür sorge ich.“
Die Sirenen wurden immer lauter. Sam hörte Autotüren schlagen und Füße, die über das Kopfsteinpflaster in ihre Richtung eilten. Zu spät, um sich Gedanken um Flucht zu machen. Sie schalt sich eine Dilletantin und überlegte kurz, ob sie sich mit dem Baseballschläger bewaffnen und die Polizisten zwingen sollte, sie zu erschießen. Dann dachte sie an das Versprechen, welches sie gerade Jessica gegeben hatte und ergänzte Ihren Schwur. „Mein Leben für die Hinrichtung solchen Abschaums!“

In dem kleinen Raum roch die Luft ekelhaft schwer nach Blut und dem Gestank des Todes. Fürchterliche Übelkeit und Kopfschmerzen plagten Sam, als die Tür krachend gegen die Wand flog und vier uniformierte Männer in den Raum eilten.
Dicht gedrängt standen sie einen Moment schweigend da und betrachteten die düstere Szenerie.
Sam übergab sich geräuschvoll zwischen ihre Beine und bekam nur vage mit, wie sie von vier starken Händen gepackt wurde. Dabei fiel ihr die Zigarette aus der Hand, mitten in das sich immer stärker ausbreitende Blut. Als die Männer sie auf die Füße zogen, rutschte Sam's Absatz durch die Blutlache. Sie sah zurück auf die blutigen Abdrücke, die sie hinterließ. Ihr Absatz hatte eine Spur gezogen. Diese Spur sah aus, wie ein großes J. Samantha lächelte und warf einen letzten Blick auf Jessica.
„Ich hab deinen Namen mit seinem Blut geschrieben“ wisperte sie ihr zu.
Die Männer zogen sie in die kühle Nacht. Gierig sog sie die frische Luft in ihre Lungen. Hinter sich hörte sie aufgeregte Stimmen. Das wunderte sie nicht, selbst für diese Gegend mußte die Situation in der Laube ungewöhnlich brutal und ekelhaft auf die Gesetzeshüter wirken. Einer der Polizisten legte ihr Handschellen an, die sich schmerzhaft um ihre Handgelenke schlossen.


Kapitel 3



Durch diesen Schmerz glitt sie aus der Vergangenheit zurück in das Hier und Jetzt, auf den Boden des merkwürdigen Kellers von Constantin Summersby. Leider ließen die Schmerzen an ihren Handgelenken auch in der Gegenwart  ...
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