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... zu ihr auf. Sam trat seitlich neben ihn. ?Ich werde dir helfen. Diese Finger sollen nie wieder unschuldigen Kindern schaden?. Mit diesen Worten griff sie die rostige Heckenschere und trennte ihm wortlos vier Finger seiner linken Hand ab.
Der Mann schrie so laut, dass seine Adern am Hals deutlich hervortraten. Sam schnitt ihm auch noch den Daumen ab. Die Finger lagen auf dem Boden und sahen wie deformierte Cocktailwürstchen aus. Er blutete wie ein Schwein.
?Wie passend?, dachte Sam.
Der Mann schrie und schrie. Sam nahm völlig gelassen ein Küchentuch vom Haken und stopfte es ihm tief in den weit geöffneten Mund. Nun waren die Schreie nur noch gedämpft zu hören. Er blutete und blutete.
Sam sah, hörte, schmeckte und fühlte das alles wie durch eine Wand aus Watte. Eine beängstigende Ruhe breitete sich in ihr aus. Erstaunt sah sie die zuckenden Stümpfe seiner deformierten Hand an. Sie sah Knochen, Sehnen und jede Menge Blut.
?Scheiße, wenn ich mich nicht beeile, bekommst du das große Finale ja gar nicht mehr mit. Dabei wollte ich dir doch so viel mehr Zeit widmen?.
Mit ehrlichem Bedauern in der Stimme trat sie an seine rechte Seite und schnitt ihm mit zwei schnellen Schnitten auch die fünf Finger seiner rechten Hand ab.
Der Mann bäumte sich in seinen Fesseln auf, als habe sie ihm 1.000 Volt durch den Körper gejagt und versuchte, sich vom Stuhl zu erheben. Das Holz des alten Stuhles krachte unter der Belastung und Sam befürchtete schon, das alte Material würde nachgeben. Doch der Stuhl hielt.
Mr. Qualle war mittlerweile dunkelrot im Gesicht in seinen Augen waren zahlreiche Äderchen geplatzt. Seine Augen erinnerten sie an die alten Vampir-Filme mit Christopher Lee.
Sam versuchte, nicht auf einen der abgeschnittenen Finger zu treten, sie hatte die wahnwitzige Vorstellung, sie könnten ihr Hosenbein hochkriechen und sie unter ihrer Kleidung begrapschen. Kurz fuhr ihr durch den Kopf, dass sie auf dem besten Weg war, den Verstand zu verlieren.
Der Mann versuchte immer noch, sich aufzubäumen. Seine Versuche waren schwach und nicht von Erfolg gekrönt. Sein fetter Bauch war in Wellen in Bewegung, immer noch schrie er dumpf durch das Küchenhandtuch. Ein Strahl heißen, stinkenden Urins spritzte gegen Sam's Oberschenkel und durchnässte ihre Jeans. Ekel überkam sie, mit keinerlei Flüssigkeit dieser Kreatur wollte sie besudelt werden. Gleichzeitig dachte sie beschämt an die Tortouren, die die arme Jessica hatte erdulden müssen. Wahrscheinlich  ...
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©Barbara Nachtweg
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