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... Beinen hellrotes Blut auf dem Laken.
Sam's Herz schien Kälte in stoßweisen Wellen durch ihre Adern zu pumpen, bis sie sich vorkam, wie ein einziger Eisblock. Ihre Zähne schlugen klappernd aufeinander. Bei diesem Geräusch ruckte der Kopf des fetten Mannes pfeilschnell in ihre Richtung. Als er sich drehte, sah sie, dass er eine Hand fest um seinen steil aufgerichteten Penis geschlossen hatte. Während er sich ganz in ihre Richtung drehte, verhedderte er sich in seinen runtergelassenen Hosen und stolperte in gebückter Haltung in ihre Richtung. Das Eis brach.
Sam schwang den Baseballschläger mit beiden Händen gegen seinen Kopf. Als der Schläger gegen seine linke Schädelseite klatschte, gab es ein Geräusch, als ob ein rohes Ei zu Boden fiel,. Der Mann brach sofort zusammen. Unter seinem enormen Gewicht bebte der Holzboden. Sam ließ den Baseballschläger los und stürzte zu Jessica.
Sie sank neben dem Bett auf die Knie und strich ihr mit zitternden Fingern eine Strähne aus der Stirn. In einer aufkeimenden Hoffnung schüttelte sie Jessica an den Schultern. Der Kopf des Mädchens rollte wie bei einer Puppe kraftlos hin und her. Wie lange sie neben Jessica gekauert hatte und deren kalte Hand in ihren gefühllosen Fingern hielt, konnte sie nicht sagen.

Sam's Bewegungsunfähigkeit dauerte so lange, bis sie hinter sich ein leises Stöhnen vernahm. Mit einem Ruck sprang sie auf, hastete hinaus in den Garten. Hektisch sah sie sich um. Ihr Blick fiel auf eine rostige Heckenschere, die auf dem fleckigen Tisch draußen auf der Veranda lag. Sie griff die Schere und trennte die Wäscheleine, die über eine Hälfte der Veranda gespannt war, durch. Das rostige Ding funktionierte - gut. Sie hastete zurück in die Laube. Im Vorbeigehen schloss sie ihre Finger um die oberste Sprosse eines alten Holzstuhles und stellte ihn hinter Jessicas Peiniger. Als das fette Schwein sich benommen aufrichtete, drückte sie ihn auf den Stuhl und fesselte seinen Oberkörper mit der Wäscheleine an die Stuhllehne.
Sam trat vor den Mann, um ihn genau zu betrachten. Er war ca. Anfang Fünfzig, mit engstehenden, dunklen Augen in einem grobschlächtigen Gesicht. Besonders auffällig waren seine vollen, wulstigen Lippen. Er hatte lackschwarzes, dichtes Haar, das ihm feucht in die Stirn fiel. Über seinem linken Ohr sickerte etwas Blut über seine Schläfe. Der Mann stöhnte. Unter seinen Achseln hatten sich riesige Schweißflecken auf seinem mitternachtsblauen Seidenhemd ausgebreitet.  ...
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©Barbara Nachtweg
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