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Kurzromane
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... Mit Sicherheit konnte sie das nicht widerlegen.
Himmel, vielleicht lag sie noch immer da draußen auf dem glühenden Sand!
Was sollte sie tun?
Sylvia lief ins Bad und stellte sich unter die Dusche, um einen klaren Kopf zu bekommen. Vielleicht war dies das Leben nach dem Tod? Oder das nächste Leben? In ihrer eigenen Wohnung, die sie sich selbst eingerichtet hatte? Das wäre schon reichlich seltsam, oder?
Vielleicht bekam sie aber auch nur eine neue Chance. Eine Chance, Fehler wieder gut zu machen. Welche Fehler?
Sie hatte geträumt, nichts weiter! Eine Lösung, die ihr am besten gefiel. Eine einfache Lösung dieses Dilemmas!
Aber alles war so realistisch...?
Dein Geist hat sich irgendwelche abstrusen Dinge zusammengereimt, Sylvia, nichts weiter. Du solltest diese hässliche Nacht so schnell wie möglich wieder vergessen!
Aber was, wenn sie damit falsch lag? Das war genauso wenig zu beweisen, wir die These, dass sie noch immer im Wüstensand lag und phantasierte.
Sie schüttelte den Kopf. Das war Unsinn!
Heute sollte ihr großer Tag werden! Das ließ sie sich durch nichts und niemanden vermiesen. Schon gar nicht von einem idiotischen Traum. Sie würde dahin fahren, die endlosen Reden über sich ergehen lassen und letztlich ihren wohlverdienten Preis empfangen. Dave, dieser Schwachkopf, würde Augen machen. Die Dankesworte hatte sich Sylvia schon zurechtgelegt.
...
Die Gala
Als Sylvia nach dem Frühstück im Auto saß, war ihr inzwischen klar, dass dieser intensive Traum nicht so schnell zu vergessen war, wie sie sich anfangs eingebildet hatte. Die verlassene Strasse führte am Stadtrand entlang. Im Radio laberte das tägliche Morgenteam, doch in Gedanken war sie bereits bei der Preisverleihung. Plötzlich holperte der Wagen. Sylvia starrte erschrocken auf die Fahrbahn. Vor ihr hatte der Wind über eine zehn Meter lange Strecke Sand vom Straßenrand über die Fahrbahn geweht. Fast verlor sie die Kontrolle über das Fahrzeug, als es mit voller Geschwindigkeit durch die Wehen schlingerte, sich um neunzig Grad drehte. Das alles geschah so schnell, das Sylvia kaum Zeit fand, zu reagieren. Im letzten Moment riss sie das Lenkrad herum und der Wagen kam mit kreischenden Reifen zum stehen. Kreidebleich, mit schweißnassen Händen, stieg Sylvia aus. Sie schwankte. Was zur Hölle...?
Ihr Blick ging die Straße zurück, auf der sie soeben gekommen war. Keine Spur von Sand! Sie schlug sich gegen den Kopf. Das musste aufhören, ...
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©Anthony Tinamis
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