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Kurzromane

 
1. Vorwort
2. Urlaub
3. Der Flug
4. Der Anschlag
5. Das Verhör
6. Die Verhandlung
7. Der Kerker
8. Mira
9. Angebot und …
10. … Nachfrage
11. Triumpf
12. Die Auslöse
13. Die Fahrt
14. Trautes Heim…
15. Bumerang
16. Die Flucht
17. Sand im Getriebe
18. Das Schnappen der Falle
19. Die Gala
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... unter diesen Bedingungen sowieso eher mit der eines Bootes vergleichbar. Unter Vollgas kämpften sich die Räder dem Kamm entgegen. Sylvia versuchte am Lenkrad jedem seitlichen Ausbrechen entgegenzusteuern. Doch wenige Meter vor der Kuppe gab der Motor auf. Mit einem Plupp ruckte der Wagen und es herrschte Stille unter der Haube. Langsam rutschten die Räder zurück ins Tal.
„Shit!“, entfuhr es Sylvia. Das war zwecklos an dieser Stelle. Schließlich hatten Dünen dummerweise immer eine flache und eine Steile Seite. Was hatte sie jetzt für Optionen? Vielleicht sollte sie im Dünental entlang fahren, bis sie irgendwo diesen Misthügel überqueren konnte. Das wäre ein höllischer Umweg. Aber vielleicht traf sie ja unterwegs auf den Fahrweg? ‚Und was, wenn nicht, Sylvi? Selbst, wenn du eine Stelle findest, an der du über diese Düne zurück kommst, wie geht es dann weiter. Schließlich kommt danach die nächste, und dann die nächste und so weiter.'
Klar, das wusste sie auch selbst. Aber was, wenn sie jetzt weiter in die ungefähre Richtung der so genannten Strasse fuhr. Vielleicht würde sie diese nie wieder finden. Um ehrlich zu sein bezweifelte sie langsam, dass nach diesem Sturm überhaupt noch etwas von dem Weg übrig war. Was also, wenn sie einfach weiter in die Richtung fuhr, die ihr das Gefühl vorschrieb. Sie erschauerte. Das erste mal, dass sie sich eingestand, was „nach Gefühl fahren“ tatsächlich bedeutete. Nämlich, dass man keine Ahnung hatte, wohin es gehen sollte. Sie musste diesen Gedanken unterdrücken. Ihn mit allen Mitteln bekämpfen. Nein, sie kannte die Richtung! Bis jetzt war sie die ganze Zeit quer zu den Dünen gefahren. Warum zum Teufel sollte sie das nicht einfach weiter so handhaben. Es war die Richtung des Fahrwegs und somit auch ihre Richtung. Ohne sich noch weiter zu verunsichern, startete Sie den Motor erneut, legte sie den ersten Gang ein und fuhr den Hang der nächsten Düne hinauf.
Den Gedanken, dass ihre Theorie nur dann einen Sinn ergab, wenn alle Dünen parallel verliefen, wollte sie gar nicht denken. Dünen sind parallel, basta! Aber waren sie das wirklich?
...

Sand im Getriebe


Langsam hatte es Sylvia satt. Hügel für Hügel, Tal für Tal, alles sah gleich aus. Und immer, wenn der Wagen über den Kamm einer Düne hinunter in die nächste Mulder rutschte, stockte ihr der Atem. Zum Teil gruben sich die Räder bis zur Nabe ein. Sie fror, obwohl der Heizungsregler am Anschlag stand. Wie spät war ...
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©Anthony Tinamis
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