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Der Minotaurustraum

Ein Roman von E. Merz



Das Museum



Das hätte ich mir denken können: langer Samstag, in der Stadt war die Hölle los, ich hatte nur noch einen Parkplatz ewig weit vom Zentrum entfernt ergattert und als ich jetzt aus dem Kaufhaus trat, goß es in Strömen. Während ich die Straße entlang durch das Sauwetter hastete, erhaschte ich einen Blick auf mein Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe. Ich sah, daß meine neue Dauerwelle begann sich in eine Art Pudelkrone aufzukringeln, was weder meinem Aussehen noch meinem Ego besonders gut tat. Umso durchnässter mein Outfit, desto tiefer sank meine Laune. Da tauchte rechts neben mir, wie die Verheißung auf ein trockenes Plätzchen, ein torbogenartiger Hauseingang auf, den ich auch sofort als Rettung erkannte und mich unterstellte. Der Regen schien nicht die Absicht zu haben nachzulassen, oder gar aufzuhören, daher begann ich meine Umgebung näher zu erkunden. Natürlich, das Museum! Fast jeden Tag kam ich daran vorbei und sollte mich eigentlich schämen, daß ich es noch nie von innen gesehen hatte. Nun, jetzt hatte ich gezwungenermaßen Zeit und Gelegenheit dies nachzuholen. Ich wollte nicht näher analysieren, ob mein plötzliches Interesse an der Kunst nun am Wetter oder an etwas anderem lag, deshalb trat ich schnell ein. Etwas verdutzt stellte ich fest, daß es keinen Eintritt kostete und daß, außer mir, nur ein alter Mann da war, der im Vorraum auf einem Stuhl saß und in einem dicken Buch schmökerte. Er fungierte wohl als so eine Art Museumswärter. Borstiges graues Haar sproß auf einem kantigen Kopf, auf dem eine blaue Mütze thronte und buschige weiße Augenbrauen hingen fast bis auf die ebenfalls weißen Wimpern herab. Als ich ihn fragte, ob ich meine Einkaufstüten bei ihm lassen dürfte, blickten mich kleine blaue Augen lustig an und ein gezwirbelter Schnauzbart wippte, als er lächelnd nickte. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich von Kunst keine Ahnung habe, obwohl ich schöne Dinge immer gern betrachte. Alex, mein Freund, macht sich immer lustig über meinen kitschigen Geschmack und meine selbstgemalten Einhörner und geflügelten Pferde. So kam es denn auch, daß mir dieses Museum nicht viel zu sagen hatte, oder besser gesagt, daß ich höchstwahrscheinlich nicht verstand, was es mir zu sagen versuchte. An den meisten modernen und abstrakten Gemälden ging ich schaudernd vorbei, bis ich zu den alten „kitschigen Schinken„ kam. Das war schon eher mein Fall. Als ich an einem Fenster ...
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