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Kurzromane
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... diesen miserablen Film liefern und das ist dir mehr als nur gelungen. Doch jetzt höre bitte auf damit.“ -
„Verdammt Ben! ... Aber wahrscheinlich hast du Recht. Wir sollten die ganze Sache vergessen.“ -
Er zog sie erneut zu sich. „Ich mag dich, ehrlich. Du hast schon einen seltsamen Humor, aber das macht nichts. Immerhin hat es Spaß gemacht. Naja, Spaß ist vielleicht nicht das treffende Wort. Es war deutlich realer, als Mr. Travis Bernsteins großes Kino. Du kannst ihn locker in den Schatten stellen.“ -
Lena zwang sich zu einem Lächeln. „Wenn du das sagst. Ich sollte das wohl als Kompliment auffassen. Aber lass uns endlich verschwinden, ich will nicht noch länger hier auf den Klos rumlungern.“
Dass sie sich noch vor wenigen Augenblicken hier übergeben hatte, verschwieg sie Ben. Der saure Saft war ihr sogar durch die Nase gekommen und jetzt glaubte sie selbst schon beinahe, dass ihr nur die überspannten Nerven übel mitgespielt hatten.
…
Die Nacht war dunkel und frisch.
Sie verließen das Kino durch den Haupteingang. Ben fragte sich, ab wann es an diesem schönen Abend angefangen hatte, schief zu laufen. Er gelangte zu keiner brauchbaren Antwort. Lag es an Lena? Er kannte Sie erst seit wenigen Stunden. Sympathischer Ersteindruck. In manchen Momenten erschien sie ihm sogar beinahe vertraut. Doch dann plötzlich... Das schlechte Gefühl blieb. Etwa so, wie wenn man auf der Autobahn einer pechschwarzen Gewitterfront entgegen fuhr. Man sah das Unheil kommen, konnte aber nicht das Geringste tun, um es aufzuhalten. Ben überlegte, ob er am heutigen Abend nicht irgendwann eine wichtige Abfahrt übersehen hatte. Wo hätte er sich anders entscheiden müssen? Etwa schon ganz zu Beginn?
Die Begegnung
Ben klingelte an der Tür. Der Abend war noch jung. Noch hatte er ein gutes Gefühl bei der Sache. Zum Glück ahnte er nicht, was ihm heute bevorstand.
Die Kontaktanzeige war ihm sofort aufgefallen. Hoffentlich war Leandra nicht eine dieser Hochstaplerinnen. Aber die fünf Zeilen Text klangen nicht zu gut, um auch wirklich wahr zu sein. Gerade die Bescheidenheit, welche aus dieser Hand voll Buchstaben sprach, hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Das war der Grund, weshalb er heute Abend hier war.
Die sengende, schwüle Hitze des Tages lastete noch immer zwischen den Häusern und schmalen ...
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©Anthony Tinamis
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