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Kurzromane
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... bisschen was passiert, müssen die immer gleich aus jeder Mücke einen Elefanten machen. Mir tut es nur Leid, dass unser erster gemeinsamer Abend so daneben gehen will.“-
„Nein, Ben.“ Lena legte ihm ihren Zeigefinger auf den Mund. „Es kann immer noch gut werden. Beim Tanzen wirst du schnell vergessen, dass verspreche ich dir. Lass uns den Abend einfach erst jetzt beginnen.“-
Er legte ihr seinen Arm um die Schulter. „Vielleicht hast du Recht? Am Ende war es sogar gut, dass wir nicht durch die Sperre gelangt sind. Wahrscheinlich ist tatsächlich etwas Größeres passiert. So oft wie heute die Sirenen liefen.“-
„Ja. Aber inzwischen ist es still geworden. Hoffentlich sind die Straßen bis morgen wieder frei.“
...
Die Disco
Von außen wirkte die Disko nicht gerade einladend. Aber Lena wusste, dass der Laden drinnen echt okay war. Außerdem gab es anständige Musik, was ja wohl die Hauptsache an einer Diskothek ist. Der Laden war nicht erste Wahl, aber er genügte, um einen schönen Abend zu verbringen und dabei etwas Spaß zu haben. Sie hakte sich in Bens Arm und zog ihn durch den Eingang.
Von drinnen dröhnte ihnen gedämpfter Lärm entgegen. Am Einlass stand nur noch ein einzelner bäriger Typ, dessen Oberarme Lena wohl kaum mit beiden Händen umfassen konnte. Die Tätowierung zeigte einen Totenkopf, welcher von einem zweischneidigen Schwert durchbohrt wurde. Wortkarg ließ er die zwei passieren. Ein im UV-Licht leuchtender Stempel auf dem Handrücken war die Eintrittskarte.
Benjamin war vom Inneren doch etwas überrascht. Zwar war die Einrichtung nicht gerade mehr modern, verbreitete aber trotzdem eine recht nette Atmosphäre. Laut Lenas Beschreibung musste es hier sogar mehrere Dancefloors geben. Das Öffnen der Tür verschluckte alle Nebengeräusche in einem Schwall lauer Musik.
Zahllose Körper bebten exstatisch auf der Tanzfläche, andere standen am Rand und starrten auf das Meer aus blitzenden Lichtern und undurchdringlichem Qualm. In der Luft lag ein schwerer, feuchter Geschmack von Zigarettenrauch, Alkohol und Schweiß.
Bens Finger tasteten über den weinrotem Veloursstoff, mit welchem die Wand bespannt war. Fast wie im Kino, ging es ihm durch den Kopf. Er folgte Lena, welche sich einen Weg durch die dicht gedrängte Menschenmasse bahnte. In einer ...
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©Anthony Tinamis
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