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Zehn Kurzgeschichten

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Kurzgeschichten

 
1. Bassena - Freundschaft
2. Die menschliche Seite
3. Künstlerkarriere
4. So gesehen
5. Ländliche Tracht
6. Modetiere
7. Weihnacht springt aus mir heraus
8. Wendepunkte
9. Ein Zo - ocktail
10. Zwei Welten
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... Lächeln.
Mit einer Ausnahme - diese Blutjunge mit den stramm gemeißelten Schultern und den grünen Augen der Allwissenheit, die immer "Schtescht" stöhnte.
Ihr Mann war auch der erste, der aus dem Krieg heimkehrte.
Ich umarmte ihn, und wir lachten. Daraufhin nahm er mich beim Arm, und wir tanzten Kasatschok.
In einer Pause wollte er wissen, wie ich heiße.
"Ich Georg" "Iiiiich Schtescht" Wußte ich´s doch : Bei der einen war´s reine Sehnsucht...
Wir tanzten die Nacht hindurch, und die Frauen ließen uns auch manchmal alleine und waren froh über unsere ausgelassene Stimmung.
Überhaupt wurde immer öfter gefeiert, zumal nach und nach immer mehr Frontkämpfer zu ihren landwirtschaftlichen Tätigkeiten entlassen worden waren.
Als sich das Dorf mehr und mehr mit Tataren- und Mongolen-Physiognomien zu füllen begann, dachte ich bereits daran, die Heimreise anzutreten. Immerhin war es schon Spätsommer 45 - und für uns alle Frieden.
Da kam eines Nachmittags der Dorfpope von der Nachbarsiedlung zu Besuch. Bald rückte er auch mit seinem Vorschlag heraus : Ich sollte doch noch einige Zeit bleiben, um mir - nach diesem unmenschlichen Krieg - doch noch die menschliche Seite dieser Nebenfront anzusehen. Außerdem mögen mich ja alle rundum, weil ich in der kritischen Endphase den Frauen auch Schutz gewährt habe. Ich dankte ihm und wußte,  dass ich mich zu diesem Gefallen nicht sonderlich überwinden würde müssen.
Im Gegensatz zu einem, der sein 1000-jähriges Reich schon bald aufgeben hat müssen, habe ich den Grundstein zu dem meinigen, etwas bescheideneren Reich noch frohen Herzens miterleben dürfen.
Dass es im Dorf bald etwas unübliche Gesichtszüge gab, führte man ganz allgemein auf die Kriegsumstände zurück. Als jedoch die Ähnlichkeiten zu eklatant wurden, verabschiedete ich mich mit einem drei Tage dauernden Fest in die sittenstrenge Heimat.
Schtescht, mein treuester Freund, brachte mich danach mit dem ehedem rettenden Ochsenwagen zum weit entfernten Bahnhof und schluchzte während der Fahrt ganz bitterlich.
 

Künstlerkarriere

John war dazumal das, was man einen Total-Aussteiger nannte.
Sogar seinen Taufnamen Hans ließ er in der Welt der Etablierten zurück und verlangte von allen, fortan nur mehr mit John angesprochen zu werden.
John dichtete, musizierte und malte, und dies schon eine Zeit lang vor dem Beginn seines Aussteigerdaseins.
Er schrieb Oden, Einakter, Dramolette, vor allem aber viel Aphoristisches. Sentenzen,  ...
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©Heinz Körber
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