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Zehn Kurzgeschichten

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Kurzgeschichten

 
1. Bassena - Freundschaft
2. Die menschliche Seite
3. Künstlerkarriere
4. So gesehen
5. Ländliche Tracht
6. Modetiere
7. Weihnacht springt aus mir heraus
8. Wendepunkte
9. Ein Zo - ocktail
10. Zwei Welten
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... auf den verdutzten Mann zu.
"Jöh, ein junger Mann, welch ein Zufall ! Sie möchten sicher ein Stück von meinem selbst gemachten Kuchen kosten. Nein, wasfür ein Zufall." Er faßt sich schnell, hat ein Stück Kuchen in der Hand und auch schon im Mund.
"Dankeschön", bröselt es ihm aus dem Gesicht, und der Flattervorhang im Nacken zuckt dazu.
"Frau Nehuda ?" fragt er und läßt dabei einen Kirschkern auf die nahe an ihm dranstehende Blaschke fallen.
"Macht nichts. Schmeckt gut, was ! Noch ein Stück ?" "Hausgemacht ist eben hausgemacht", meint er und schaut die Blaschke dabei lieb an. Daraufhin manövrieren seine geschickten Finger noch ein weiteres Stück in den Mund. Wie ihn die Blaschke dabei so vertraut am Arm berührt, geht die Nachbarstüre auf.
In gelassener Haltung tritt die Nehuda auf den Kerne um sich sprühenden Mechaniker zu und verkündet mit lauter Stimme : " I c h heiße Nehuda und hab Streifen auf meinem Bildschirm", womit sie sich gleich bei ihm unterhakt und beide in ihrer Wohnung verschwinden.
Zurück bleibt eine versteinerte Blaschke mit dem Restkuchen auf dem Tablett.
Erst als die Türen und Fenster ihre kleinwinzigen Spalte schließen, stampft sie zornentbrannt mit dem Fuß auf, und zwar so heftig, dass der Stöckel nur noch schwach weghängt. Das Bein nachziehend, verläßt sie den Eisenrost.
Eine Weile nachdem ein etwas verstörter Monteur die Wohnung Nehudas verlassen hat, treffen sich die beiden Frauen auf dem Hofbalkon, um Wasser zu holen. Beide in ihrer alltäglichen Kleidung -  ungeschminkt, ungeschmückt, nur mit den Eimern ausgerüstet.
Fenster und Türen öffnen sich wieder spaltweit. Wer wird jetzt was sagen....? "Was hat ihm wohl mehr getaugt : Meinen Kuchen essen oder ihneren Apparat - - - reparieren ?", ist der rein rhetorische Auftakt einer überlegen wirkenden Blaschke.
"Kaufn´s ihnan a an, dann werdn sas wissn", meint die Nehuda mit zorngeröteten Wangen.
"So a Kistn brauch iii für mei Liebeslebn net".
Das ist zuviel - die Kübel krachen auf den Boden, es wird gekratzt, gebissen, geschrien.
Die Türspalte rundum gehen jetzt weit auf, man kommt näher, um nur ja kein Detail zu versäumen.
Der Kanarilärm wird dem Morgenhusten entgegengehalten, ansatzlose gemeine Puffer treffen immer wieder die gepolsterten Lenden, festes Zerren an den Haaren, dazwischen einige beiläufige Morddrohungen.
Danach gehen sie, eine nach der anderen, Wasser holen.
 Der dünne Alte vom dritten Eisenrost  ...
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©Heinz Körber
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