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5. Kapitel 5
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7. Kapitel 7
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... nichts erkennen. Sam versuchte, mit den Fingern das Loch zu vergrößern, zog sich aber nur schmerzhaft einige Splitter in die empfindliche Haut unter den Nägeln. Sie eilte zu dem Durcheinander auf dem Fußboden und sah hektisch von einem Gegenstand zum anderen. Sam griff eine Zange und das Seil ihrer Fußfesseln. Sie knotete das Seil um die Mitte der Zange und schob sie durch das Loch im Rahmen, schlang das Seil um ihre Hand und zog es über die linke Schulter. Sam drehte sich mit dem Rücken zur Tür, stemmte sich gegen den Widerstand und zog. Das gleichmäßige Ziehen bewirkte gar nichts. Sam trat einen Schritt zurück und warf sich mit einem Ruck nach vorne. Befriedigt hörte sie Holz splittern und stolperte zwei Schritte nach vorne.

Sie eilte zur Tür. Mit zitternden Fingern strich sie über die Lücke. Breit genug, um den Infusionsständer als Hebel anzusetzen. Sam begann mit der mühevollen Arbeit. Kräftezehrend stemmte sie Stück um Stück des Holzrahmens weg und legte das Schloss frei. Sie war in Schweiß gebadet und ihre Zunge klebte am Gaumen. Was würde sie für einen Schluck Wasser geben. Sie wagte es nicht, aus den mit Wasser gekennzeichneten Flaschen zu trinken, die in Summersbys Keller standen. Wer wusste schon, mit welchen Zusätzen dieses Schwein es vergiftet hatte.
Nach einer halben Ewigkeit hatte Sam das Schloss endlich freigestemmt. Mit geschlossenen Augen legte sie ihren Gürtel um das befreite Stück Holz, in dem das Türschloss eingebettet war und betete, dass nicht noch zusätzliche Sicherheitsbolzen im Rahmen stecken würden. Sie zog in ruckartigen Bewegungen und ... die Türe bewegte sich Zentimeter um Zentimeter über den Boden.
Sam spähte durch den schmalen Spalt. Ein weiterer Raum breitete sich vor ihr aus, doch durch die Dunkelheit konnte sie so ziemlich gar nichts erkennen. Sam öffnete die Tür so weit, dass sie sich hindurchquetschen konnte. Neben der Tür ertastete sie einen Lichtschalter und drückte darauf.
Gleißend hell flammten die Neonröhren an der Decke auf und summten gleichmäßig vor sich hin. Sam blinzelte und war enttäuscht. Sie stand in einem weiteren, viel kleineren Raum. Links von ihr der einzige Gegenstand. Sam trat neugierig näher. Eine hüfthohe Edelstahlwanne, die bis zu ¾ mit milchiger Flüssigkeit gefüllt war, ruhte an der Wand. Von der Wanne ging ein beißender Gestank aus. Rechts davon hing ein dickes schwarzes Kabel von der Decke, welches in einem rechteckigen schwarzen Kasten mit  ...
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©Barbara Nachtweg
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