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Showtime

Roman

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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
... hatte. Nackt wie sie war, w├Ąre es sonst noch schmerzhafter f├╝r sie geworden, als es ohnehin schon war.
Ihre Beine brannten, dort wo die Brennnessel ihre Haut ber├╝hrten. Nach qu├Ąlenden Minuten erreichte sie die Lichtung. Goldene Sonnenstrahlen erhellten den Platz und lie├čen ihn in einem ├╝berirdischen Licht erstrahlen.
Z├Âgernd betrat sie den merkw├╝rdigen Platz und n├Ąherte sich den Blumenk├╝beln. Viele winzige Fliegen sirrten durch die Luft. Ihre hauchd├╝nnen Fl├╝gel schimmerten in s├Ąmtlichen Regenbogenfarben. Sam h├Ârte das Singen der V├Âgel und das Zirpen der Grillen. Einzig die hellgrauen Steink├╝bel mit den leuchtend bl├╝henden Rosen wirkten irgendwie deplaziert. Aus der N├Ąhe erkannte sie, dass es k├╝nstliche Blumen waren. Die K├╝bel waren nicht mit Erde, sondern mit Kunstmoos gef├╝llt und lie├čen sich erstaunlich leicht zur Seite schieben. Sam zog den ersten K├╝bel mit einem blutroten Rosenstock ├╝ber den Waldboden. Es knirschte und kratzte.
Zuerst dachte Sam, der Boden des K├╝bels w├Ąre stehen geblieben. Ungl├Ąubig starrte sie auf einen ebenen Fleck, der hell schimmerte. Lose Erde und Tannennadeln bedeckten das Material. Sam wischte die restliche Erde mit blo├čen H├Ąnden fort. Ein kleines St├╝ck Glas wurde sichtbar.
Sie schloss die Augen und flehte, aus diesem Albtraum zu erwachen.
Sie schaute in einen gl├Ąsernen Sarg. Die Strahlen der Sonne leuchteten das gl├Ąserne Fenster und den schrecklichen Inhalt erbarmungslos aus. Sam starrte in das Gesicht einer halbverwesten Frauenleiche. Ob Traum oder Realit├Ąt, der Widdermann hatte nicht gelogen.
K├╝bel um K├╝bel zerrte Sam ├╝ber den Boden und legte die verborgene Wahrheit darunter frei. Die Frauen waren keines nat├╝rlichen Todes gestorben. Oft sah Sam br├Ąunliche Schlieren an der Glasoberfl├Ąche. Die erstickenden Frauen mussten verzweifelt versucht haben, die glatte Oberfl├Ąche mit ihren blo├čen H├Ąnden aufzubrechen. Selbst die fortschreitende Verwesung konnte die grauenhafte Verzweiflung nicht aus ihren schmerzverzerrten Gesichtern tilgen.
Der K├╝bel mit dem wei├čen Rosenstock stand auf dem Grab eines Skelettes. Die mit Abstand ├Ąlteste Tat von Dick. Sam erkannte das Kleid. Sandy hatte es auf ihrem Abschlussball getragen.
Sam kniete auf Sandy's Grab und weinte bittere Tr├Ąnen. Um Sandy und um sich selbst. Wieder hatte das Schicksal grausam zugeschlagen, als Sam dachte, sie w├Ąre auf dem besten Wege zu etwas Normalit├Ąt.
Bitter stiegen Scham und Hass in ihrer Kehle hoch. Ein weiterer  ...
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(c) by www.ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 07. 09. 2007
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