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... hatte. Nackt wie sie war, wäre es sonst noch schmerzhafter für sie geworden, als es ohnehin schon war.
Ihre Beine brannten, dort wo die Brennnessel ihre Haut berührten. Nach quälenden Minuten erreichte sie die Lichtung. Goldene Sonnenstrahlen erhellten den Platz und ließen ihn in einem überirdischen Licht erstrahlen.
Zögernd betrat sie den merkwürdigen Platz und näherte sich den Blumenkübeln. Viele winzige Fliegen sirrten durch die Luft. Ihre hauchdünnen Flügel schimmerten in sämtlichen Regenbogenfarben. Sam hörte das Singen der Vögel und das Zirpen der Grillen. Einzig die hellgrauen Steinkübel mit den leuchtend blühenden Rosen wirkten irgendwie deplaziert. Aus der Nähe erkannte sie, dass es künstliche Blumen waren. Die Kübel waren nicht mit Erde, sondern mit Kunstmoos gefüllt und ließen sich erstaunlich leicht zur Seite schieben. Sam zog den ersten Kübel mit einem blutroten Rosenstock über den Waldboden. Es knirschte und kratzte.
Zuerst dachte Sam, der Boden des Kübels wäre stehen geblieben. Ungläubig starrte sie auf einen ebenen Fleck, der hell schimmerte. Lose Erde und Tannennadeln bedeckten das Material. Sam wischte die restliche Erde mit bloßen Händen fort. Ein kleines Stück Glas wurde sichtbar.
Sie schloss die Augen und flehte, aus diesem Albtraum zu erwachen.
Sie schaute in einen gläsernen Sarg. Die Strahlen der Sonne leuchteten das gläserne Fenster und den schrecklichen Inhalt erbarmungslos aus. Sam starrte in das Gesicht einer halbverwesten Frauenleiche. Ob Traum oder Realität, der Widdermann hatte nicht gelogen.
Kübel um Kübel zerrte Sam über den Boden und legte die verborgene Wahrheit darunter frei. Die Frauen waren keines natürlichen Todes gestorben. Oft sah Sam bräunliche Schlieren an der Glasoberfläche. Die erstickenden Frauen mussten verzweifelt versucht haben, die glatte Oberfläche mit ihren bloßen Händen aufzubrechen. Selbst die fortschreitende Verwesung konnte die grauenhafte Verzweiflung nicht aus ihren schmerzverzerrten Gesichtern tilgen.
Der Kübel mit dem weißen Rosenstock stand auf dem Grab eines Skelettes. Die mit Abstand älteste Tat von Dick. Sam erkannte das Kleid. Sandy hatte es auf ihrem Abschlussball getragen.
Sam kniete auf Sandy's Grab und weinte bittere Tränen. Um Sandy und um sich selbst. Wieder hatte das Schicksal grausam zugeschlagen, als Sam dachte, sie wäre auf dem besten Wege zu etwas Normalität.
Bitter stiegen Scham und Hass in ihrer Kehle hoch. Ein weiterer  ...
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©Barbara Nachtweg
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