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... Vielleicht hatte dieses Weibsbild ja nicht mehr alle Tassen im Schrank? Sie schwor sich auf jeden Fall, vorsichtig zu sein. Die andere hielt ihr den Schlauch entgegen und deutete auf sich selbst. Sylvia war noch immer reichlich verstört. ‚Mein Gott Sylvi, das dauert ja Ewigkeiten, bis du überhaupt mal was kapierst.’
Verärgert stellte sie das Wasser an und spritzte damit die Fremde nass, bis diese genug hatte, sich die Tropfen von der Haut strich und sie zu sich winkte. Sylvia hatte gar nicht bemerkt, dass sie in der Wärme schon fast wieder vollständig trocken war.
Müßig, zu erwähnen, dass auch der nun folgende Dialog rechte einseitig war. Die Fremde deutete auf sich selbst und sagte dazu ein Wort, das wie [mira] klang. Sylvia zuckte mit den Schultern. Sie hatte keine Lust mehr, sich auf irgendwelche Spielchen einzulassen. Die sollten sie doch endlich in Ruhe lassen. Ihr Kopf hatte wieder zu schmerzen begonnen und sie selbst wollte einfach nur ein ruhiges Eckchen, an dem sie die Augen schließen und schlafen konnte. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen konnte, war irgendjemand, der sie mit sinnlosem Mist nervte. Mira (obwohl Sylvia zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass das ihr Name war) sagte noch etwas, dann gab sie es auf. Mit der flachen Hand auf Sylvias Rücken schob sie diese zurück in den Nebenraum, aus welchem sie gekommen war. Diese ließ es geschehen und stellte erstaunt fest, dass die Wächter verschwunden waren.
Mira musterte das völlig zerfetzte Shirt, welches noch immer auf dem Boden lag, hob es auf und rümpfte die Nase. Sylvia musste zugeben, dass es jetzt nur noch wie ein alter, gebrauchter Lappen aussah. Die Fremde sammelte auch den Rest ihrer Kleidung zusammen, bevor sie alles in den am Rand wartenden Mülleimer warf. Sylvia lief aufgebracht zu ihr hinüber, doch die Andere hielt sie mit einer warnenden Armbewegung zurück. Zähneknirschend wandte sie sich ab. Sylvia wollte nicht schon wieder Ärger. Davon hatte sie in letzter Zeit schon eine Überdosis. Trotzdem sah sie demonstrativ fragend an ihrem Körper hinunter. Ihr war es immer noch unangenehm, so völlig entblößt hier zu stehen.
Mira lächelte, dann ging sie zu der alten Kommode, und kramte darin herum. Endlich zog sie etwas aus beinahe weißem, gewebtem Leinen heraus und reichte es ihr. Neugierig untersuchte Sylvia die Gabe. Was sollte das? Obwohl es sich weicher anfasste, als es aussah, das waren Tücher, nichts weiter.
Doch Mira hatte sich bereits angekleidet und  ...
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