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Serva

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Kurzromane

 
Vorwort
1. Buch - Urlaub
1.2 - Der Flug
2. Buch - Der Anschlag
2.2 - Das Verhör
3. Buch - Die Verhandlung
3.2 - Der Kerker
4. Buch - Mira
4.2 - Angebot und …
5. Buch - … Nachfrage
6. Buch - Triumpf
6.2 - Die Auslöse
7. Buch - Die Fahrt
8. Buch - Trautes Heim…
9. Buch - Bumerang
10. Buch - Die Flucht
11. Buch - Sand im Getriebe
12. Buch - Die Falle schnappt
12.2 - Die Gala
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... Was sollte nun geschehen? Vielleicht geschah ja auch überhaupt nichts.
Doch irgendwann rasselte es an der Tür. Ein Wächter erschien unter dem steinernen Türbogen. Erst jetzt spürte sie ihren brennenden Durst. Doch der Uniformierte brachte ihr weder etwas zu essen, noch zu trinken! Stattdessen gab er ihr einen Wink, ihm zu folgen.
Sylvia stand von ihrer Pritsche auf und wäre beinahe gestürzt, als ihr schwarz vor Augen wurde. Es dauerte einen Moment, bis ihr Blut wieder normal zirkulierte. Ungeduldig trat der Wächter von einem Fuß auf den anderen. Er sagte irgendetwas, doch bei Sylvia kamen nur bedeutungslose Silben an. Zögerlich ging sie durch die Tür hinaus auf den Gang, bis der Wächter ihr einen sanften, aber bestimmten Schubs verpasste, der sie schneller laufen ließ. Den zweiten Wachmann, der auf dem Gang gewartet hatte, bemerkte sie erst jetzt. Was hatten die vor, was sollte jetzt schon wieder mit ihr geschehen? Nach jedem Quergang sah sich Sylvia ängstlich um. Sie musste an die drei Kreuze im Lichtfleck denken. Nein! Rief sie sich selbst zurecht. Das konnte nicht sein! Oder etwa.... Was hatte der Zettel mit der Unterschrift für eine Bedeutung? Unterschreiben, oder Gefängnis, hatte das nicht der Übersetzer gesagt? Was war also die Alternative zum Gefängnis? ‚Drei Kreuze, Sylvi, drei Kreuze!’
Irgendwann stiegen ihre Füße über Steinstufen hinauf. Der Ausgang führte in einen Hinterhof. Sie blinzelte, so grell war das Licht hier draußen. Selbst jetzt noch, nachdem dem Hof im Schatten lag. Altes Granitpflaster, zwischen dem Gras wucherte. Ein alter Jeep stand neben einer Mauer, von der die bloßen Ziegel zu sehen waren da ein Großteil Verputz fehlte. Und überall war Sand. Staub und Sand!
Die Wächter führten sie quer über den Hof in das gegenüber liegende Gebäude. Ein Flachbau, nicht viel mehr als eine Baracke. Sie sah zurück. Auch das Bauwerk, aus dem sie kam wirkte einigermaßen fremdartig. Zuerst wusste sie nicht so recht, woran es lag, doch dann... Ja, genau, das Dach fehlte. Seltsam. Mit dem letzten Stockwerk hörte dieses Haus einfach auf. Doch sie bekam keine Gelegenheit, weiter darüber nach zu denken.
Das alte Holztor quietschte. Der Innenraum hätte schon vor Jahren einer gründlichen Renovierung bedurft. Die zwei Wächter schoben sie hinein. Einige Bänke und eine uralte Kommode waren das einzige Mobiliar im Raum. An der gegenüberliegenden Wand war eine Tür, die vermutlich in den Nachbarraum führte. „Zieh  ...
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©Anthony Tinamis
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