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Die Dienerin des Echnaton

Roman

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Vorwort
Die Sklavenjäger
Mit unbekanntem Ziel
Theben
Die Auktion
Der Pharao
Im Palast
Die Königin
Der Umbruch
Die Lauscherin
Der Umzug des Hofes
Die Stadt des Horizonts
Der unfreiwillige Stadtf√ľhrer
Die Krankheit der Götter und Nefers Begegnung mit Antef
Die Verschwörer
Der neue Glaube und ein großes Fest
Der Kuss
Die kämpferische Teje
Intrige gegen Nofretete
Die Spionin
Die Trennung
Tempel
Der Mord und die Gefangennahme
Der Retter in der Not
Die Heimkehr
Der Angriff
Das Ende einer √Ąera
Die Entf√ľhrung
Unerwartete Hilfe
In der W√ľste
Verzweifelte Suche
Nefer in Angst
Beinahe gerettet
Auf der Flucht
Entkommen
Ein makabres Versteck
Der Hartnäckige gewinnt
Beinahe verloren
Abschied
... sich, von Nefer die in die Anbetung der köstlichen Speisen versunken gewesen war unbemerkt, mit Zustimmung von Meritaton an ihren Tisch gesetzt. Antef grüße ehrerbietig die anderen jungen Frauen und zwinkerte Nefer frech zu. In Gesellschaft wagte sie nicht, ein passendes Kontra auf diese Anzüglichkeit zu geben und wandte ärgerlich den Kopf in Richtung des Podests, wo Pharao mit der Königin und seinen engsten Beratern und Beschützern erhaben saß. Man hatte vor den Thronsesseln einen Tisch mit bequemen Stühlen aufgestellt und dort saßen Echnaton und Nofretete, Eye und Tutu sowie Haremhab. Zu diesem Fest hatte sich Nofretete auserbeten, daß auch ihre Schwester Mutbenret und ihre Amme Tiji mit am königlichen Tisch sitzen durften. Tiji war die Frau Eyes und somit von hohem Adel. Haremhab hatte von seinem erhöhten Platz aus Nefer schon längst entdeckt. Da ihm die freche Kleine inzwischen irgendwie ans Herz gewachsen war, schwenkte sein amüsierter Blick immer wieder zum Tisch der Königstöchter und wanderte zwischen dem jungen Arzt und Nefer hin und her. Ihm war bald klar, daß der fast Dreizehnjährigen nur ihr kindlicher Stolz im Wege stand, denn wenn sie sich nicht zusammennahm und sich unbeobachtet fühlte, wandelte sich ihr Blick von Ablehnung zu stiller Bewunderung. Der Blick von Antef war für Haremhab als Mann sowieso eindeutig.


Der Kuss

Das Festessen war vorbei und auf einer, an der Seite des Saales entlang laufenden Estrade, waren Tänzerinnen und Musiker aufgetaucht. Die sanfte Musik einer Laute wurde beschwingt vom Klappern der Rasseln und dem Geläut der Glöckchen an den Beinen der Tanzmädchen. Nefer hatte gehört, daß früher in Theben unter den Vorgängern des Echnaton solche Feste oft obszön und in Exzessen von Alkohol und sexuellen Ausschweifungen geendet hatten; der Pharao jedoch lebte nach anderen Regeln und hatte für solche Verlustierungen nicht viel übrig. Als die Musiker eine Pause einlegten, winkte Nofretete Nefer zu sich und bat: „Tu mir den Gefallen, Kind, und sing mit etwas vor. Deine Stimme ist so hübsch anzuhören.“ Verlegen ließ sich Nefer von einem der Diener eine Laute reichen und setzte sich zu Füßen ihrer Herrscherin. Die meisten Menschen hier, die sie jetzt neugierig ansahen, waren ihr egal; aber wegen einem ernsten dunklen Augenpaar, das unverwandt  ...

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(c) by www.ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 11. 02. 2010
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