Druckansicht: drucken - zurŘck

Die Dienerin des Echnaton

Roman

URL: https://www.ebooks4free.glory-domains.de/Echnaton_26-2.htm
Vorwort
Die Sklavenj├Ąger
Mit unbekanntem Ziel
Theben
Die Auktion
Der Pharao
Im Palast
Die K├Ânigin
Der Umbruch
Die Lauscherin
Der Umzug des Hofes
Die Stadt des Horizonts
Der unfreiwillige Stadtf├╝hrer
Die Krankheit der G├Âtter und Nefers Begegnung mit Antef
Die Verschw├Ârer
Der neue Glaube und ein gro├čes Fest
Der Kuss
Die k├Ąmpferische Teje
Intrige gegen Nofretete
Die Spionin
Die Trennung
Tempel
Der Mord und die Gefangennahme
Der Retter in der Not
Die Heimkehr
Der Angriff
Das Ende einer Äera
Die Entf├╝hrung
Unerwartete Hilfe
In der W├╝ste
Verzweifelte Suche
Nefer in Angst
Beinahe gerettet
Auf der Flucht
Entkommen
Ein makabres Versteck
Der Hartn├Ąckige gewinnt
Beinahe verloren
Abschied
... schmerzlich bewußt, daß sie für ihren früheren Herrn nichts mehr tun konnte. Oh, sie war verzweifelt und wütend, hilf- und machtlos. Sie konnte das Unrecht, welches hier seinen Lauf genommen hatte, nicht mehr aufhalten. Obwohl sie von ihrer Kindheit an viel über Gifte, Kräuter, Heilmittel und medizinische Kniffe gelernt hatte, versagte hier ihr Wissen. Das langsam wirkende Gift, welches hier offensichtlich eingesetzt worden war, war ihr nicht bekannt. Keines der Symptome die der Pharao zeigte, half ihr irgendwie weiter. Als sie merkte, daß er wieder zurück in die tiefe Bewußtlosigkeit glitt, aus der er nur kurz aufgetaucht war, ließ sie sich auf den polierten Kalksteinboden zurücksinken. Er war mit bunten Blumen und gold- und silberglänzenden Fischen verziert. Nur kurz ließ sie noch ihren abwesenden Blick über die mit Lotus und anderen bunten Pflanzen bemalten Wände gleiten, nickte dem Wachposten zu, der eben eine Fliege von seinem polierten Brustharnisch wischte und legte dann müde den Kopf auf die angezogenen Knie. Nefer hatte lange neben ihrem kranken Herrscher gewacht und wurde nun von Müdigkeit übermannt. Wirre Gedanken durchzuckten ihren Kopf und um sich zu beruhigen, begann sie an die Vergangenheit zu denken – daran, wie dies alles begonnen hatte.


Die Sklavenjäger

Das kleine Mädchen spielte mit den anderen Kindern am Ufer des breiten, trägen Flusses. Das grelle Sonnenlicht spiegelte sich golden in den leichten Wellen, die flußabwärts in ein stetiges Brodeln übergingen, wo der Fluß von Felsen und Inseln durchbrochen wurde. Es fiel auf, daß sich die anderen Kinder von ihr fern hielten und sie zwischendurch immer wieder etwas ängstlich und abschätzend betrachteten. Während die dunkelhäutigen Kinder mit ihrem wolligen Haarschopf mit Strohpuppen und bunten Steinen spielten, hantierte das einsame Kind mit verschiedenen Kräutern, die es sehr konzentriert und nach einem nicht erkennbaren System ordnete. Schon allein ihr Aussehen differenzierte sie vom Rest der Kinderschar. Ihre Haut war von einem hellen Braun, ihre Augen nicht schwarz oder dunkelbraun, wie die der sie beobachtenden Jungen und Mädchen, sondern gelb, wie die einer Löwin. Auch ihr Haar war anders; es war nicht gekräuselt, sondern floß in rötlichen Wellen sanft bis auf die runden Kinderschultern herab. Obwohl das Mädchen  ...

  « zur├╝ck bl├Ąttern  
Beurteilen Sie den Text bitte fair:
Diese Seite hat mir sehr gut gefallen - weiter lesen »
...war OK - weiter lesen »
...sollte ├╝berarbeitet werden - weiter lesen »

 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12 


(c) by www.ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 11. 02. 2010
Besuchen Sie uns im Netz: https://www.ebooks4free.glory-domains.de/