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Die Dienerin des Echnaton

Roman

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Vorwort
Die Sklavenj├Ąger
Mit unbekanntem Ziel
Theben
Die Auktion
Der Pharao
Im Palast
Die K├Ânigin
Der Umbruch
Die Lauscherin
Der Umzug des Hofes
Die Stadt des Horizonts
Der unfreiwillige Stadtf├╝hrer
Die Krankheit der G├Âtter und Nefers Begegnung mit Antef
Die Verschw├Ârer
Der neue Glaube und ein gro├čes Fest
Der Kuss
Die k├Ąmpferische Teje
Intrige gegen Nofretete
Die Spionin
Die Trennung
Tempel
Der Mord und die Gefangennahme
Der Retter in der Not
Die Heimkehr
Der Angriff
Das Ende einer Äera
Die Entf├╝hrung
Unerwartete Hilfe
In der W├╝ste
Verzweifelte Suche
Nefer in Angst
Beinahe gerettet
Auf der Flucht
Entkommen
Ein makabres Versteck
Der Hartn├Ąckige gewinnt
Beinahe verloren
Abschied
... plötzlich ohne Hüllen dazustehen bereute sie, daß ihr in der Pension nicht mehr die Zeit geblieben war, eines der neuen Gewänder anzuziehen, welche Tutu auf dem Markt erstanden hatte. Inzwischen hatte sie die Stadtmauer erreicht und ging ein Stück an ihr entlang, um das Tor zu finden. Ein Brunnen befand sich auf ihrem Weg und sie klaubte einen halb zerbrochenen Tonkrug auf, um ihn mit Wasser zu füllen. Das mußte einfach genügen um für ein- zwei Tage im Verborgenen zu überleben.


Ein makabres Versteck

Sie durchschritt das Tor, das von zwei Soldaten bewacht wurde, welche aber der zerlumpten Gestalt keinen zweiten Blick gönnten, die mit einem zersprungenen Krug auf dem Haupt an ihnen vorbeiging. Nefer folgte eine Weile dem ausgetretenen breiten Pfad und bog dann in Richtung Westen ab, wo sie ein paar von Höhlen durchbrochene Felswände aufragen sah. Den fruchtbaren Ufern des Nils hatte sie schon lang den Rücken gekehrt und sie schmeckte die sandige Trockenheit der Wüste auf ihrer Zunge. Aton hatte den Zenit schon deutlich überschritten und im diffusen goldenen Licht des späten Nachmittags und dem vom leichten Wüstenwind aufgewirbelten Schleier des gelben Sandes verschwammen die Konturen der Felsen und der Stadt hinter ihr. Je näher sie allerdings den Felsen kam, je deutlicher wurden die Umrisse ihrer Zinnen und Spalten. Nefer entdeckte nun auch die sandfarbenen hausähnlichen Gebäude, welche sich vor der Felswand erhoben. Sie blieb stehen, schützte ihre Augen mit der flachen Hand gegen das Sonnenlicht und spähte angestrengt auf die ihr unerklärlichen Häuser. Plötzlich fiel ihr eine der Geschichten wieder ein, die ihr Antef in ihren vielen Stunden im Palastgarten mit amüsiertem Grinsen erzählt hatte: „Vor vielen, vielen Jahren, als Ober- und Unterägypten noch nicht einmal ein gemeinsames Reich waren, ließen sich die Könige der unteren Hauptstadt Gräber bauen, die Wohnhäusern nachempfunden waren. Wenn ich richtig informiert bin, besaßen sie sogar einen Abort und Baderäume.“ Bei der Erinnerung schloß Nefer kurz die Augen und fast war ihr, als ob sie die Düfte der exotischen Blumen des Palastgartens und Antefs leichte Berührung wahrnehmen könnte und ein wehmütiges Lächeln huschte über ihre Lippen. Als sie die Augen wieder öffnete, umgab die jedoch weithin  ...

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(c) by www.ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 11. 02. 2010
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