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... seine mit süßen Früchten begangenen Zweige über eine niedrige Gartenmauer und Nefer pflückte ein paar und ließ sie in einer Falte des alten Gewandes verschwinden. Als sie die Fetzen verknoten mußte, um nicht alle Datteln zu verlieren, oder plötzlich ohne Hüllen dazustehen bereute sie, daß ihr in der Pension nicht mehr die Zeit geblieben war, eines der neuen Gewänder anzuziehen, welche Tutu auf dem Markt erstanden hatte. Inzwischen hatte sie die Stadtmauer erreicht und ging ein Stück an ihr entlang, um das Tor zu finden. Ein Brunnen befand sich auf ihrem Weg und sie klaubte einen halb zerbrochenen Tonkrug auf, um ihn mit Wasser zu füllen. Das mußte einfach genügen um für ein- zwei Tage im Verborgenen zu überleben.

Ein makabres Versteck



Sie durchschritt das Tor, das von zwei Soldaten bewacht wurde, welche aber der zerlumpten Gestalt keinen zweiten Blick gönnten, die mit einem zersprungenen Krug auf dem Haupt an ihnen vorbeiging. Nefer folgte eine Weile dem ausgetretenen breiten Pfad und bog dann in Richtung Westen ab, wo sie ein paar von Höhlen durchbrochene Felswände aufragen sah. Den fruchtbaren Ufern des Nils hatte sie schon lang den Rücken gekehrt und sie schmeckte die sandige Trockenheit der Wüste auf ihrer Zunge. Aton hatte den Zenit schon deutlich überschritten und im diffusen goldenen Licht des späten Nachmittags und dem vom leichten Wüstenwind aufgewirbelten Schleier des gelben Sandes verschwammen die Konturen der Felsen und der Stadt hinter ihr. Je näher sie allerdings den Felsen kam, je deutlicher wurden die Umrisse ihrer Zinnen und Spalten. Nefer entdeckte nun auch die sandfarbenen hausähnlichen Gebäude, welche sich vor der Felswand erhoben. Sie blieb stehen, schützte ihre Augen mit der flachen Hand gegen das Sonnenlicht und spähte angestrengt auf die ihr unerklärlichen Häuser. Plötzlich fiel ihr eine der Geschichten wieder ein, die ihr Antef in ihren vielen Stunden im Palastgarten mit amüsiertem Grinsen erzählt hatte: „Vor vielen, vielen Jahren, als Ober- und Unterägypten noch nicht einmal ein gemeinsames Reich waren, ließen sich die Könige der unteren Hauptstadt Gräber bauen, die Wohnhäusern nachempfunden waren. Wenn ich richtig informiert bin, besaßen sie sogar einen Abort und Baderäume.“ Bei der Erinnerung schloß Nefer kurz die Augen und fast war ihr, als ob sie die Düfte der exotischen Blumen des Palastgartens und Antefs leichte Berührung wahrnehmen könnte und ein wehmütiges Lächeln huschte  ...
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