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Der Weg in die Freiheit

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Kurzgeschichten

 
1. Der Weg in die Freiheit

17 Jahre, Weiblich, Unverstanden: ?Was ich will, scheint niemanden zu interessieren!?
Ihre Eltern planen gerade ihr Leben. Irgendwann ist genug! Auf dem Weg in die Freiheit erlebt sie so einiges. Sowohl Gutes wie Schlechtes.
Aber ein Erlebnis bleibt unübertroffen, die Erkenntnis.

 
 

Der Weg in die Freiheit


Ich saß da, zwischen meiner Familie, die gerade über mein weiteres Leben entscheiden wollten.
Aber das interessierte mich herzlich wenig. Warum? Warum wollten alle mein Leben, meine Zukunft planen? Es war doch mein Leben, also warum durfte ich nicht selbst entscheiden? Ein leises Seufzen verließ meine Lippen. Scheinbar hatte meine Mutter dies gehört und drehte sich zu mir um. "Was ist los Schatz?" fragte sie total unschuldig. "Ach nichts" murmelte ich leise. "Gut, wir haben gerade darüber geredet, das du vielleicht eine Lehre in einer Bank machen kannst, das wäre doch toll oder?" meinte meine Mutter freudig, doch diese Begeisterung konnte ich mit meiner Mutter nicht teilen. "Ja ganz toll" sagte ich nur leise und stand auf. Mit auf dem Boden gerichteten Blick, verließ ich das Wohnzimmer, niemand würde es merken, sie waren alle so sehr in ihr Gespräch vertieft, wie sie meine Zukunft gestalten konnten. Ich lief nach draußen, ging durch die Straßen, bis ich an einem Spielplatz ankam. Dort ließ ich mich auf eine Schaukel sinken.
Seit wann war es so? Seit wann war es so, dass meine Eltern mein Leben in die Hand nahmen? Ich hatte nichts zu sagen?Widerworte zu geben, hatte keinen Sinn. Einmal?ja nur einmal hatte ich meinen Eltern widersprochen?aber was danach kam, war nicht schön. Ich wurde geohrfeigt und zwei Tage in meinem Zimmer eingesperrt?
Verdammt ich hasste meine Eltern?eigentlich meine ganze Familie.
Meine Hände ballten sich zu Fäusten. Leise liefen mir einige Tränen über meine blassen Wangen, die ich aber schnell wieder wegwischte.
Mein Blick fiel auf meinen Arm. Mein Arm war mit meinen Schmerzen verzeichnet?Narben?sie würden immer auf meinem Arm bleiben, mich immer daran erinnern, das ich allein bin auf dieser Welt?
Ich hatte ja auch keine Freunde, meine Eltern wollten das nicht. Zwar ging ich auf eine ganz normale Schule, doch dort war ich von Anfang an ein Außenseiter?wurde ignoriert, gemobbt und verachtet.
Trotzdem brachte ich die Schule hinter mich?hatte meinen Abschluss gemacht?
Und nun?
Ich überlegte. Bestimmt hatten meine Eltern, meine Tanten und Onkels schon entschieden, wo ich eine Ausbildung machen sollte. Ich sah auf in den Himmel und musste unweigerlich lachen, obwohl mir dabei schon wieder Tränen liefen.
Eine Lehre in einer Bank?
Was sollte ich dort? Ich wusste doch schon längst was ich werden wollte?Ich wollte Fotografin werden. Ja, Fotografin, das war mein Traumberuf. Doch meine Eltern fanden  ...
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©Hoffnungsengel
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