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Kurzromane
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... durchscheinenden Wolken durchzogen. Der gleißende Feuerball zeichnete eine rotgoldene Straße auf das Meer und ließ das Segel des Fischerbootes rötlich aufleuchten. Während Angelo`s Großvater das Ruder hielt, saßen Angelo und Elena engumschlungen auf der hölzernen Bank im Heck des Schiffes. Sie sahen sich tief in die Augen und wußten, daß ihre Liebe nun in Erfüllung gehen würde. Im Bug des Bootes lehnte Lela an der Reling. Sie schaute kurz zurück, wo das Land der Insel Kreta im leichten Dunst des Morgens verschwand. Dann wandte sie sich wieder dem Meer zu und sah mit zuversichtlichem Blick dem Sonnenaufgang und einem neuen Leben entgegen.
Ende eines Traums und ein neuer Anfang
Meine Lider schienen schwer wie Blei zu sein und ein Zentnergewicht schien auf meinem Brustkorb zu liegen. Als ich versuchte, mich zu bewegen, schoß ein dumpfer Schmerz durch meinen rechten Arm. Endlich schaffte ich es, die Augen zu öffnen. Ich wandte den Kopf nach rechts und sah aus einem Fenster. Wo war ich hier? Eine weiße schmucklose Wand und hinter dem Fenster eine im Licht des frühen Morgens schimmernde Parklandschaft. Was war denn mit mir geschehen? Ich kniff die Augen zusammen und überlegte, was mir nicht unbeträchtliche Kopfschmerzen bereitete. Plötzlich war die Erinnerung wieder da. Das Museum, das Auto, das viel zu schnell auf mich zuraste und Andi, der mich zurückriß. Auch die Erinnerung an meinen Traum war noch da, der nun wohl endlich sein Happy End gefunden hatte. Ich wagte es ganz vorsichtig meinen immer noch schmerzenden Kopf zu drehen und hätte gleich darauf vor Rührung und Erleichterung fast geweint. In einem unbequemen Stuhl, links neben meinem Bett, schlief in unmöglicher Haltung zusammengekauert Alex. Mit meiner unverletzten linken Hand griff ich nach ihm und strich ihm die obligatorische Strähne aus dem Gesicht. Eine tiefe innere Ruhe breitete sich in mir aus und nach langem hatte ich endlich das Gefühl, daß alles gut werden würde und meine Visionen-Odyssee vorüber war.
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©Elena Merz
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