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Kurzromane
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... hin. Die Mutter bewegte sich unruhig im Schlaf und ein gequälter Ausdruck stand in ihrer Zügen. Vorsichtig legte Elena das Perlenband um das schmale Handgelenk der Mutter. Dann zog sie sich still zurück und eine Träne lief ihr über die Wange. Sie sah nicht mehr, wie der Atem ihrer Mutter ruhiger wurde und ihre Züge sich entspannten. Sie hatte im Schlaf das Armband berührt. Lela und Angelo hatten sie schon ungeduldig erwartet und als sie die beiden erreicht hatte, machten sie sich sofort wieder auf den Weg.
Angst um Tina
Als Alex am Samstag gegen zehn Uhr nachts bei Tina an der Haustüre klingelte, mit einem riesigen Strauß roter Rosen, öffnete ihm niemand. Er versuchte es wieder und wieder. Endlich fuhr er enttäuscht zu seinem Appartement. Er versuchte mehrmals Tina telefonisch zu erreichen und als er um Mitternacht immer noch niemand erreicht hatte, wurde er immer unruhiger. Sicher war es Blödsinn, redete er sich ein, aber ein beklemmendes Gefühl der Angst überkam ihn sobald er an sein Mädchen dachte. Bald hielt er es nicht mehr aus und rief zuerst die Polizei, die ihm nicht weiterhelfen konnte, dann das Krankenhaus an. Dort wurde er fündig. Noch bevor die Dame an der Auskunft fertiggesprochen hatte, hatte er aufgelegt und war in rasendem Tempo die Treppe hinab und in seinen Wagen gesprungen. Sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen mißachtend fuhr er in Rekordzeit zur Klinik, stellte sein Auto einfach ins Halteverbot und stürmte in die Halle. Die Dame an der Information konnte ihm nur mitteilen, daß Tina auf der Unfallstation lag und er schoß atemlos die Treppen in den zweiten Stock empor. Er rannte beinahe zwei Schwestern um, die ihm zum Glück sagen konnten, wo er den behandelnden Arzt finden konnte. Erschöpft und voller Angst klopfte Alex schließlich an eine Zimmertür mit der Aufschrift „Privat“. Eine sonore, angenehme Stimme bat ihn herein. Ein älterer kräftiger Mann mit grauen Haaren, einem gestutzten grauen Bart und einer dicken Brille erhob sich hinter einem eleganten Schreibtisch. „Wie kann ich Ihnen helfen, junger Mann.“ Fragte er freundlich und von seiner Ruhe ging ein wenig auf Alex über. Der Doktor wies auf einen Besucherstuhl und Alex setzte sich unruhig auf die Kante. „Ich bin Doktor Brecht,“ stellte der Arzt sich vor, „und mit wem habe ich ...
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©Elena Merz
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