eBooks, Romane, Kurzromane, Kurzgeschichten & Sachtexte hier vollständig online lesen.
|
Kurzromane
|
|
1.
Dorf-Dallas 2.
1 3.
2 4.
3 5.
4 6.
5 7.
6 8.
7 9.
8 10.
9 11.
10 12.
11 13.
12 14.
13 15.
14 16.
15 17.
16 18.
17 19.
18 | 20.
19 21.
20 22.
21 23.
22 24.
23 25.
24 26.
25 27.
26 28.
27 29.
28 30.
29 31.
30 32.
31 33.
32 34.
33 35.
34 36.
35 37.
Nachwort
|
| Diese Geschichte haben wir meinem Kumpel „Motte“ zu verdanken. Als ich nämlich in einer feuchtfröhlichen Nacht in der Disco darüber jammerte, daß niemand meine Liebes- Schlunz und Geheimnisromane veröffentlichen wolle, wurde ich von ihm mit der Feststellung beglückt: „Du bisch ja au blöd.“ Damit er-hielt er meine zwar gekränkte, aber ungeteilte Aufmerksamkeit.
„Warom bin i denn jetzt scho wiedr blöd?“ Verlangte ich zu wissen und Motte erklärte mir den Grund: „Woisch, jedr Hianobl (Depp) schreibt über Liebe, Romantik ond bla bla. Des will koi Sau mehr lesa. Schreib doch maul dia Gschichda auf, dia wo deine „Kinder und Kekse“ (mein Bekanntenkreis) emmer so verboggad (anstellen) ond dia wo d mir emmer erzählsch. Dia sind wenigschdens witzig.“
Und – wie man sieht – hab ich mir Mottes Worte zu Herzen genommen und es versucht.
Hier ist das Resultat: |
|
|
 |
Dorf-Dallas
Wichtige Fremdworte vom Land:
Korea - Getränk aus Cola und Rotwein gemixt
flippen - tanzen auf Heavy Metal Musik, indem man die "Mähne wild schüttelt"
Schnoida - schwäbisch für Schnaitheim
The emerald eye - Das Smaragdauge (Liedertitel)
Es war Freitagabend - endlich. Karena saß vor dem Spiegel und bürstete ihre langen blonden Haare. Ihre grünen Augen blitzten unternehmungslustig und sie zwinkerte ihrem Spiegelbild verschwörerisch zu. Sie hatte es geschafft eine Bekannte zu überreden, sie und Gitta, ihre Freundin, mit auf eine Party zu nehmen. Es ging dabei nicht um irgendeine Party; nein, es war die "Griper"-Party. Griper war eine Hardrock-Band aus der Ulmer Gegend und bestand aus lauter hübschen, langhaarigen Jungs. Karena hatte gerade noch Zeit ihre knackige Figur in Jeans und Lederjacke zu verfrachten, als es auch schon klingelte. Sie eilte die Treppe hinunter und öffnete die Tür. Draußen stand Melinda und erwartete sie bereits ungeduldig. Me-linda war für ihre "Kontaktfreudigkeit" berühmt und nur über sie hatten Karena und Gitta von dieser speziellen Party überhaupt erfahren. Melinda stieg in ihren klapprigen BMW und öffnete Karena von innen die Beifahrertüre, da diese sich von außen gar nicht öffnen ließ. Im Heck des Wagens wartete be-reits eine aufgeregte und aufgestylte Gitta auf Karena. Sie hatte etwas Platzmangel nach oben hin, denn sie war über einsfünfundsiezig groß und hatte dazu noch ihre fast taillenlangen schwarzen Haare hochtoupiert. Dies hatte zur Folge, daß sie ständig mit ihrer Frisur das Wagendach polierte. Ihre etwas barocke Figur war in schwarzes Leder gekleidet und sie trug eine altgoldfarbene Jacke, die zu ihren bern-steinfarbenen Augen sehr gut paßte. "Wie seh i aus?" Fragte sie aufgeregt. Karena musterte sie von oben bis unten und stieß einen anerkennenden Pfiff aus. Damit schien Gitta zufrieden zu sein. Mit quietschen-den Reifen und aufgedrehter Musik fuhr Melinda los, denn alle drei konnten es kaum erwarten, auf der Party einzutreffen.
1
In Senden (Ort bei Ulm) angekommen, erwartete sie der Schock des Jahrhunderts: die paar Jugendlichen, die sie nach der Griper-Party fragten, antworteten lapidar: "War die nicht schon gestern?" Drei ungläubi-ge Gesichter starrten sich gegenseitig an. "Frauga mr liaber no jemand andersch!" rief Gitta verzweifelt und deutete auf die nächste Ansammlung von jungen Leuten. Diesmal hatten sie Glück und der Weg zu der, tatsächlich an ...
©Lenni
|
 |
| « zurück blättern |
Seite: 1 von 55
|
weiter lesen » |
|
Registrierter Amazon-Partner
Gesamtkatalog hier durchsuchen
|