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Kurzromane
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... großen Tannenbaum eine Biertischgarnitur und in einer kleinen Hütte standen für eben solche Zwecke wie in dieser Nacht ein paar Öllämpchen bereit. Innerhalb kürzes-ter Zeit saßen die Vier gemütlich im Schummerlicht um den Tisch, während Candi ins Haus gegangen war um eine Flasche Lambrusco zu holen. Candi kam zurück, stellte Gläser auf den Tisch und reichte Karena den Wein. Eben wollte diese denselben aufschrauben, als plötzlich und vollkommen unerwartet mit sektkorkenmäßigem Knall der Schraubverschluß in die Luft schoß und der Wein in einer riesigen Fontäne nach oben in den Tannenbaum explodierte. Die Reaktionen auf dieses unerklärbare Naturschau-spiel waren äußerst gemischt. Während Gitta und Klaus die Katastrophe in Sekundenschnelle erkannten und sich mit einem großen Satz auf den Rasen retteten, starrten Candi und Karena fassungs- und regungs-los nach oben in den Tannenbaum, in dem der gute Lambrusco verschwunden war. Was vorhersehbar war, aber irgendwie noch nicht durch der beiden Leitungen gedrungen, geschah - der Wein erlag der Schwerkraft und kehrte aus dem Geäst der Tanne zum Boden zurück - unterbrochen von zwei immer noch ungläubig nach oben starrenden Gestalten. Als sich die ganze Bescherung dann über Candi und Karena ergossen hatte, schauten sie sich gegenseitig ziemlich belämmert an und brachen in schallendes Gelächter aus, in welches auch Gitta und Klaus in Anbetracht der zwei "begossenen Pudel" prustend ein-fielen. Als Karena und Candi das Haus betraten um kurz zu duschen, kam ihnen ein verschlafener Paul entgegen. Er zögerte kurz, rümpfte angewidert die Nase und fragte: "Seid ihr bsoffa?" Die beiden Mädchen sahen sich an und begannen erneut zu kichern. Candi antwortete unter ständigem Grinsen: "Nur äußer-lich, Paul, nur äußerlich." Zum Glück war der Schaden bald behoben und mit Nachschub an Wein und einem inzwischen auch durstig gewordenen Paul kehrte man in den Garten zurück. Gegen halb fünf be-gann Candi zu gähnen und auch Gitta wagte zu erwähnen, daß sie sehr müde sei. Candi bot Gitta an, bei ihr im Gästezimmer zu übernachten; nicht ohne einen vielsagenden Blick auf Klaus und Karena, die sich immer noch unterhielten. Irgendwann saßen die zwei alleine im Garten und schauten sich wie erwachend um. Sie hatten gar nicht gemerkt, daß alle anderen verschwunden waren und sahen sich überrascht an. Für eine lange Weile versanken ihre Blicke ineinander und irgendwie lag Karena plötzlich in Klaus` Ar-men und selbstvergessen küßten sie sich in ...
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©Lenni
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