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Kurzromane
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... um und nickte matt. „Nun sieh schon nach!“ Sie schloss die Augen und biss die Zähne zusammen, als Benjamin ihr das T-Shirt von der betreffenden Stelle schob. Sie spürte, wie er verharrte. „Was ist? Wie schlimm?“-
„Und du hast dort bis jetzt noch keine Schmerzen verspürt?“, erwiderte Ben.-
„Nein, wieso?“-
„Naja“ Benjamin schluckte, suchte nach den passenden Worten. „So wie das hier aussieht, ist es keine frische Verletzung. Mindestens einige Stunden, wenn nicht älter.“-
„Das kann nicht sein, Ben.“-
„Ich kann dir nur sagen, was ich hier sehe.“-
„Lass die dummen Scherze Ben, ich fühle mich so schon elend genug. Selbst ohne Travis Bernstein Show. Da war vorher nichts!“-
„Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber vielleicht hast du nur vorher noch nichts davon bemerkt? Dir ist es ja auch erst jetzt aufgefallen, als ich direkt hinein gegriffen habe. Auf jeden Fall muss das dringend versorgt werden.“-
Lena wandte sich Ben zu und sah ihn ungläubig an. „Aber wenn ich bis jetzt nichts davon bemerkt habe, … Wann...Wie?“ Sie schluckte. Kurzerhand zog sie ihr T-Shirt wieder herunter. „Warum sollte das nicht auch weiter funktionieren? Wenigstens, bis wir ein Krankenhaus gefunden haben. Los, lass uns gehen! Das mit dem Abend tut mir furchtbar Leid, wirklich. Aber es ist vielleicht besser, wenn wir uns ein andermal treffen. Noch mal ganz von vorne anfangen. Falls es ein nächstes Mal geben sollte?“-
Benjamin schüttelte entschieden den Kopf. „Auf gar keinen Fall! Ich lasse dich nicht alleine gehen! Nicht heute Abend! Und schon gar nicht so!“-
Lena sah ihn mit einer Spur von Erleichterung an. „Danke“ hauchte sie.-
„Schon gut, komm jetzt.“-
Die Last
In der hinteren Ecke des Waschraum waren die zwei halbwegs abgeschottet. Immer weniger Leute kamen herein gestürzt, nur um kurz darauf wieder hinaus zu hasten. Es dauerte einige Zeit, bis Lenas Schmerz etwas nachgelassen hatte. In den letzten Minuten blieb die Tür bewegungslos.
Ben hoffte, dass inzwischen auch der Tumult im Saal verebbt war. Er griff nach Lenas Hand und zog sie vom Boden hinauf. Etwas widerwillig folgte sie ihm.
Die zwei ließen den Waschraum hinter sich. Der Dancefloor wirkte mittlerweile tatsächlich verwaist. Der Kampf schien ...
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©Anthony Tinamis
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