eBooks, Romane, Kurzromane, Kurzgeschichten & Sachtexte hier vollständig online lesen.
|
Kurzromane
|
|
|
| Spannungskurve: Lesen & bewerten Wertung der anderen Leser:
Spannungskurve
Anzahl Leser
zu wenig Daten
13 % gelesen
|
|
|
 |
... ihr die Sprache verschlug.-
„Komm schon, sag es frei von der Leber weg. Das sollten wir sowieso von Anfang an so halten. Alles unverblümt ehrlich sagen, auch wenn du Angst davor hast, mich vor den Kopf zu stoßen. Eine kleine Abmachung, an die wir uns dann jedes Mal erinnern und uns nichts übel nehmen dürfen. Wenn ich anderer Meinung bin, sage ich das einfach. Von was man sich beleidigen oder kränken lässt, ist letztlich nur eine Frage der persönlichen Toleranzgrenze - Oder so ähnlich? Diese Regel stand in irgendeinem uralten chinesischen Weisheitenband.“ Ben lachte. -
Leandra kicherte. „Gefällt mir, dein Weisheitenband. Diese Grenze bestimmt man immer noch selbst.“ Dann wurde sie ernst. „So eine Abmachung kann nützlich sein. Das heißt, ich soll dir freiheraus und ungeschminkt das Sagen, was ich denke? Gut! Die Anzeige habe ich erst nach langem Zögern abgesendet. Ich fühlte mich einsam, sehnte mich nach einer Schulter zum Anlehnen und nach Zärtlichkeit.“ -
Ben schluckte. Leandra schien diese Abmachung viel ernster zu nehmen, als er seinen Spruch gemeint hatte. Behutsam legte er seinen Arm um ihre Schulter und zog sie zu sich, bis sich ihr Kopf an seinen Hals schmiegte. Leandra schien im ersten Augenblick zu zögern, doch dann lehnte sie sich gegen ihn. Wie lange hatte sie das bereits vermisst?
Er konnte ihre Wärme und das seidige Haar auf seiner Haut spüren. Und es fühlte sich gut an!
„Du wirst es vielleicht nicht glauben“, erwiderte Ben, „aber ich habe tatsächlich aus genau den gleichen Gründen geantwortet. Jeden Tag allein zu verbringen, erschien mir auf Dauer als grenzenlose Zeitverschwendung.“ Ben spürte ihr zustimmendes Nicken und hatte jedes einzelne Wort genau so gemeint, wie es ausgesprochen war. „... und ich hätte nie damit gerechnet, hier auf so ein wundervolle Frau zu treffen.“ Sein Arm lag noch immer auf ihrer Schulter, doch jetzt streichelten seine Finger sie sanft. -
Schweigen.
„Und was wollen wir mit dem angerissenen Abend anfangen? Ich habe leider nicht das Geringste vorbereitet.“-
„Was soll's. Sag mir einfach, was du am liebsten tun würdest.“ -
Leandra zögerte. „Wie wär's mit einem gemütlichen Kinobesuch?“ Fragend blickte sie auf Ben. „Danach vielleicht noch...“ Sie ...
Seite: 9 von 61
©Anthony Tinamis
|
 |
|
Registrierter Amazon-Partner
Gesamtkatalog hier durchsuchen
|